Wusstet ihr, dass es Dom Pérignon nur als Jahrgangschampagner gibt? Einen „normalen“ DP ohne Jahrgang existiert nicht. Und genau das ist der Punkt.
Der klassische Champagner (Brut sans année) ist ein Verschnitt aus mehreren Jahren – immer gleich, immer verlässlich. Ein Vintage dagegen kommt aus einer einzigen Ernte. Hier: 2017.
Was „Vintage“ konkret bedeutet
- Ein Jahr, ein Charakter – keine Mischung, keine Korrektur
- Jahrelange Hefereifung – daher die typischen Noten von Brioche, gerösteten Nüssen und Toast
- Wird nicht automatisch jedes Jahr ausgerufen – sondern nur, wenn die Qualität es hergibt
- Komplexer, lagerfähiger, sammelwürdig
Warum ausgerechnet 2017?
Das Spannende an 2017: ein regenreiches, schwieriges Jahr in der Champagne mit drastisch reduzierten Erträgen. Dass Dom Pérignon trotzdem einen Jahrgang daraus gemacht hat, ist ein Statement – nur streng selektierte Trauben haben es in die Flasche geschafft. Das Ergebnis ist die kleinste Auflage in der Geschichte des Hauses: Die Menge entspricht Schätzungen zufolge nur einem Bruchteil eines normalen Jahrgangs. Wer eine Flasche sieht, sollte also nicht allzu lange überlegen.
Die Assemblage: rund 62 % Chardonnay, ergänzt um Pinot Noir. Die Kritik feiert den 2017er als ungewöhnlich exotischen, wilden Dom Pérignon – mit Bewertungen bis zu 97 Punkten.
Vintage heißt eben nicht „teurer aus Prinzip“. Vintage heißt: der Moment eines Jahres, eingefangen im Glas.
Und ihr? Was trinkt ihr lieber – die Verlässlichkeit eines Brut sans année oder den Charakter eines Jahrgangs? Schreibt es in die Kommentare.

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